Do

26

Mai

2016

Lange nicht da gewesen

Ihr Lieben,

 

meine Tochter machte mich dieser Tage darauf aufmerksam, dass ich schon lange nicht mehr hier war. Sie hat ja sooo Recht!

In der letzten Zeit ist viel passiert. Ich hab vieles an Handarbeiten angefertigt und verschenkt. Kürlich hab ich einen Anfänger-Patchworkkurs besucht. Nun bin ich dabei, die dort begonnene Krabbeldecke noch vollends fertig zu nähen.

Außerdem nähe ich grad ein paar Sommersachen für meine jüngste Tochter (das Kind wächst viel zu schnell!) und für meine Enkelin.

Das hab ich euch ja noch gar nicht erzählt: Ich bin seit ein paar Monaten Oma. Nur leider wohnt die junge Familie viel zu weit weg, so dass wir uns nur alle paar Monate mal sehen können.

 

Ich muss mal noch Fotos sichten bzw fotografieren. Dann kann ich euch noch meine in diesem Jahr fertig gestellten Werke zeigen.

 

Also bis die Tage!

Fr

19

Sep

2014

Tombola-Gewinne

Am 13. September gab es auf der Hochzeitsfeier meiner Tochter eine Tombola zugunsten der Reisekasse für die Hochzeitsreise. Ich gewann:

 

- den Schlüssel zu meinem neuen Wagen (Einkaufswagenchip)

- eine Woche Schönheitsfarm (eine Seife)

- einen Wein-Abend (Zwiebel)

- ein modernes Bild (BILD-Zeitung vom 13.)

 

Der Hauptgewinn, ein BMW (= Brot mit Wurst) ging an jemand anderen.

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So

29

Jun

2014

Die Insel der roten Mangroven

In der Lesejurygab es pünktlich zum Erscheinen des Taschenbuches "Die Insel der roten Mangroven" von Sarah Lark als Leserunde. Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Die Insel der tausend Quellen".

 

Die Geschichte beginnt auf Cascaria Gardens, der Plantage der Familie Fortnam, die wir aus dem Vorgängerband bestens kennen. Nora und Douglas Fortnam werden aus verschiedenen Gründen von ihren Nachbarn schief angesehen, wenn nicht gar gemieden. Zum Einen behandeln sie ihre Sklaven ganz anders als die Nachbarn. Zum Anderen ist Noras Tochter Deidre nicht ganz makellos. Wie wir aus "die Insel der tausend Quellen" wissen, ist Deidres Vater Akwasi schwarz. Glücklicherweise hat Deidre die grünen Augen ihrer Mutter geerbt und recht helle Haut.

 

Da sich in der näheren Umgebung kein passender Heiratskandidat für Deidre finden will und Doug als Anwalt viele bittere Geschichten gerade auch von mischlingen kennt, sind die Fortnams erleichtert, als Deidre sich in einen jungen Arzt verliebt. Victor gewinnt ihr Herz quasi im Sturm, als er sich zuerst um die schwere Verletzung eines kleines Sklavenmädchens kümmert und sich dann erst um die klitzekleine Unpässlichkeit der blasierten weißen Nachbarin kümmert.

 

Victors Familie lebt auf Saint Domingue, den französischen Teil Hispaniolas (das heutige Tahiti). Für Nora und Doug ist dieser Umstand sehr willkommen, haben doch Mulatten  - erst recht, wenn sie einen Freibrief haben wie Deidre - dort mehr Freiheiten als auf Jamaica.

 

 

Weitere Protagonisten des Buches sind Bonnie und Jefe. Sie leben auf Grand Cayman und sind miteinander befreundet. Bonnie ist die Sklavin des Metzgers. Und hat wahrlich nichts zu lachen. EInziger Lichtblick sind die Momente, wenn Bonnie die Einkäufe im Gemischtwarenladen von Maanu erledigt.

Maanu kennen wir bereits aus "Die Insel der tausend Quellen". Sie war Noras Haussklavin und damals schwer verliebt in Akwasi. Inzwischen hat sich viel verändert. Akwasi, der sich in Nora verliebt und diese zu den Maroons entführt hatte, hatte eigentlich keine Augen für Maanu. Dieser gelang es dennoch, Akwasi zu heiraten. Jefe ist der Sohn der beiden.

Dass die Familie auf Grand Cayman gelandet ist, gründet in der Verbannung Akwasis. Maanu war damals mit Jefe an Akwasis Seite geblieben. dank ihres Freibriefes konnte sie sich den Laden aufbauen und auch Jefe bei sich behalten. Akwasi, der ewige Rebell, versuchte mehrmals zu fliehen. Bei seinem letzten Fluchtversuch wurde er erschossen.


Bonnie genoss es, bei Maanu im Laden zu sein und auch das Zusammensein mit Jefe. Eines Tages erzählt Jefe ihr von einem Piratenschiff, auf dem er anheuern will. Er benötigt Bonnies Hilfe bei einer Lieferung für die Piratn. Bonnie sieht das als große Chance, sich endlich von ihrem Bakra zu befeien. Als "Bobbie" kann auch sie auf der "Mermaid" anheuern und legt eine Wahnsinnskarriere als Kanonier hin. Jefe nennt sich den Piraten gegenüber "Caesar"

 

Als "Bobbie" in einer Schlacht schwer verletzt wird, kümmert Jefe sich darum, dass sie an Land zu einem Arzt kommt. Bobbie und Caesar gehen also auf Saint Domingue an Land und geraten ausgerechnet an Victor.

 

Wie die Geschichte weitergeht, lest am besten selbst.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, beschreibt es doch ausführlich die Lebenssituation und die politischen Verhältnisse der damaligen Zeit. Sarah Lark nimmt uns mit hinein in das Leben ihrer Protagonisten. Sie schreibt so, dass man mit jedem der Charaktere mitfühlt. auch mit den eigentlich nicht ganz so sympatischen. Streckenweise fand ich das Buch etwas langatmig, was allerdeings dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Schwer fand ich nur, am Ende des jeweiligen Leseabschnittes das Buch aus der Hand zu legen.

 

 

* mehr zur Lesejury in meinem Literaturcafé

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Mi

19

Mär

2014

Ganz großes Kino

Meine Eltern schenkten mir zum Geburtstag eine Eintrittskarte für die Aufführung von Jules Massenets "Werther" mit Jonas Kaufmann als Werther und Sophie Koch als Charlotte in der Metropolitan Opera. Genauer gesagt, für die Live-Übertragung bei uns im Kino, die ich am letzten Samstag genießen durfte.

 

Die meisten von euch werden Goethes "Die Leiden des jungen Werther" kennen. Jules Massenet ist es gelungen, diesen Stoff in eine wunderschöne Oper zu transferieren.

 

An Weihnachten stirbt Charlottes Mutter. Noch im Sterben nimmt sie Charlotte das Versprechen ab, dass sie Albert heiratet und dass sie sich um ihre jüngeren Geschwister kümmert. Albert allerding ist oft verreist, so dass Charlotte (die sonst nie ausgeht) mit Werther, der unsterblich in sie verliebt ist, zum Sommerball geht. In der Zwischenzeit kommt Albert (gesungen von dem wunderbaren David Bizic) überraschend nach Hause. Werther wirbt um Charlotte. Diese erzählt ihm aber, dass sie ihrer Mutter versprochen hat, Albert zu heiraten, woraufhin Werther sie ermutigt, ihr Versprechen zu halten.

 

Im Herbst feiert der Pastor seine Goldene Hochzeit. Die halbe Stadt ist versammelt. So auch Charlotte und Albert, Werther, Charlottes immer fröhliche und optimistische Schwester Sophie (Lisette Oropesa)... Zwischen ihnen allen gibt es immer wieder Gespräche. Werther wirbt wieder um Charlotte, Albert versucht ein freundschaftliches Gespräch unter Männern, Sophie möchte Charlotte gern aufmuntern. Charlotte bittet Werther zu gehen. Sie schlägt Weihnachten für seine Rückkehr vor. Er fügt noch ein "oder nie" an - ein erster Hinweis auf seine Todessehnsucht. Schlussendlich ist Werther allein und Albert erkennt an der Körpersprache Werthers, dass dieser Charlotte liebt. Als dann Sophie versucht, Werther zu ermuntern und als ihren Führer beim Menuett zu bestellen, entflieht er.

 

Weihnachten. Albert ist mal wieder unterwegs. Charlotte ist allein zu Haus und liest in Werthers Briefen, als dieser plötzlich in der Tür steht. Um Werther von ihr abzulenken, bittet sie ihn, eines der Gedichte vorzulesen, die er vor längerer Zeit zu übersetzen begann. Charlotte widersteht Werthers anhaltendem Werben und kann sich ihm entwinden. Grad als Werther gegangen ist, kommt Albert und findet eine völlig derangierte Charlotte vor. Kurz darauf trifft eine Nachricht Werthers ein. Er bittet Albert um seine Pistolen. Albert gibt Charlotte die Pistolen, damit diese einen Diener damit zu Werther schickt.

 

Werther erhält die Pistolen und ist hin und her gerissen. Letztlich schießt er sich in die Brust und bricht zusammen. So findet ihn Charlotte. Während Werther in ihren Armen stirbt, gesteht sie ihm endlich ihre Liebe.

 

Im Gegensatz zu den oppulenten italienischen Opern mit ihren großen Gesten und gewaltigen Arien kommt Werther mit  kleinen Gesten und leisen Tönen aus. Hier ist es das Spiel der Worte, das den Zuschauer fasziniert. So vergleicht Werther Charlotte mit dem Frühling. Und eine kleine Bewegung seiner Hand lässt seine Verzweiflung spürbar werden, als er erkennt, dass Charlotte ihn zwar ebenfalls liebt, aber dennoch Albert treu bleibt. Auch die Sterbeszene ist authentisch dargestellt. Ich habe von Berufs wegen schon etliche Menschen sterben sehen. So wie Richard Eye seinen Werther sterben lässt, ist es absolut realistisch (nicht wie in manchen Filmen, wo sich der Sterbende an die Brust greift und dann plötzlich der Kopf zur theatralisch zur Seit kippt).

 

Mein Kompliment gilt zuallererst Richard Eyre, dem eine wunderbare Inszenierung gelungen ist. Des Weiteren habe ich selten so ein wunderbares, wohl durchdachtes Bühnenbild gesehen. Es wurde Filmtechnik eingesetzt, die auf dem durchsichtigen Vorhang die waldreiche Umgebung jahreszeitgetreu aufleben ließ, während dahinter bereits die Vorgeschichte der nächsten Szene erzählt wurde.

In den Umbaupausen gab es für die Zuschauer im Kino einen Kameraschwenk hinter die Kulissen. Wahnsinn, wie viele Leute da mit anfassen, damit der Umbau reibungslos und schnell abläuft.

Die gesangliche Leistung aller beteiligten (auch der Nebenrollen) war bewundernswert. Hinzu kommt auch die schauspielerische Leistung. In der Oper reicht es nicht einfach nur zu singen, man muss das Gesungene auch spielen. Dieses gelingt allen Darstellern - auch den Nebenrollen - hervorragend.

 

In der Pause gab es Interviews mit den Darstellern, mit dem Dirigenten, mit dem Produzenten ...

 

Wie die Überschrift schon sagt: Ganz großes Kino!

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So

26

Mai

2013

Ich bin alt und brauche das Geld

Im Rahmen der Lesejury durfte ich das Buch "Ich bin alt und brauche das Geld" von Eva Völler lesen.

 

Zu Beginn des Buches lernt die geneigte Leserschaft Charlotte Hagemann kennen, die ihre Geschichte selbst erzählt. Charlotte ist Ende 40 und hat nichts mehr. Ihre Weinhandlung hat sie aufgegeben, um zu ihrem Lebensgefährten Klaus zu ziehen. Das Geld aus dem Verkauf der Weinhandlung lieh sie Klaus - selbstverständlich ohne Vertrag.

Kaum war Charlotte bei Klaus eingezogen, verschwand er. Zwei Wochen später stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür um das Haus zu pfänden. Charlotte konnte nur noch das nötigste einpacken und fand Asyl im Wohnzimmer von Doro und Dirk. Dass das kein Dauerzustand sein konnte, wird nach Beschreibung der Situation schnell klar. Tja,und dann stirbt Klaus. Charlotte geht aus reiner Neugier auf die Beerdigung. Auf selbiger lernt sie Klaus`Tochter Jennifer und deren Kinder kennen, das aufgeweckte und altkluge 5jährige Paulinchen und den 3jährigen Max. Charlotte, die in ihrer längst vergangenen Vergangenheit einmal Erzieherin war, beschäftigt die beiden während der Beerdigung - sehr zum Missfallen Jennifers.

Aufgrund der Zustände in Doros Wohnung begibt sich Charlotte auf Wohnungssuche. Die Wohnung im Dachgeschoss eines illustren Mehrfamilienhauses ist zwar das allerletzte (renovierungsbedürftig, ein Zimmer ganz ohne Fenster, veraltete Küche ...). Und der Makler ist auch nicht ganz koscher. Aber für jemand ohne Geld durchaus bezahlbar. Das ist der Beginn von Charlottes neuem Leben.

Nach dem Einzug beginnt Charlotte mit der Renovierung, bei der erwartungsgemäß einiges schief geht. Dirk verletzt sich, nachdem er 1 qm Decke gestrichen hat und fällt fortan aus. Die Möbel aus dem schwedischen Einrichtungshaus bauen sich leider nicht von selber auf. Und wenn man es dann geschafft hat, fällt ausgerechnet der Sessel wieder zusammen. Der Job, den Dirk ihr vermittelt, erweist sich als Charlotte-untauglich. Einzig der Nachbar von unten drunter scheint ein Lichtblick zu sein. Er hilft mit wertvollen Tipps und auch praktisch. Und dann steht plötzlich Jennifer in der Tür, hochschwanger und wütend. Ihr Ehemann, der in London arbeitet, scheint ein Verhältnis zu haben. Jedenfalls verhält er sich seiner Familie gegenüber nicht so, wie Jennifer es erwartet. Also lädt sie ihre Kinder samt Aupair  kurzerhand bei Charlotte ab ("sie reden seit der Beerdigung dauernd von dir") und düst davon. Selbstverständlich ohne ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. Ist ja irgendwie klar, dass aus "nur ein paar Tage" nach und nach immer mehr werden. Wie es Jennifer ergeht, erfährt die werte Leserschaft auf die gleiche Weise wie Charlotte: aus Jennifers geheimem Blog, zu dem Paulinchen die Zugangsdaten kennt.

Im weiteren Verlauf erlebt Charlotte einige Situationen, die typisch sind, wenn man Kinder hat. Während wir Mütter normalerweise über die Jahre hin und wieder mal in eine dieser Situationen  geraten, erlebt Charlotte alles geballt (von nachts fernsehen über den ersten Kindergartentag bei einer angespannten Erzieherin über Gegenstände verschlucken bis hin zu ungeahnten Kenntnissen im Bezug auf Internet und Co.). Glücklicherweise ist Charlotte aufgrund ihrer Erfahrung als Erzieherin im Umgang mit Kindern geübt und meistert alle Hürden mit Bravour.

Ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier schreibe, dass das Buch happy endet. Frau Völler schreibt sehr angenehm. Die Geschichte nimmt einen gefangen. Man legt es erst weg, wenn der letzte Buchstabe und das allerletzte Satzzeichen gelesen sind.

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